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	<title>Domainwahl &#187; steuerberatende Berufe</title>
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	<description>Die richtige Domain für den Freiberufler</description>
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		<title>Domainwahl der steuerberatenden Berufe (2)</title>
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		<pubDate>Sat, 29 May 2010 07:22:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Reinhold Kuffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Steuerberater]]></category>
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		<description><![CDATA[Rechtliche Beschr&#228;nkungen der freien Domainwahl &#160; F&#252;r WP/StB spielt das Namensrecht in der Praxis keine gro&#223;e Rolle, obwohl noch immer die meisten Berufsangeh&#246;rigen die wenig werbewirksame Kombination aus Berufsbezeichnung und Nachnamen&#160;als Domain f&#252;r ihre Webseiten verwenden. Ein solcher Domainname dient allenfalls als Platzhalter im&#160;Internet und ist f&#252;r die Akquisition von neuen Mandanten kaum geeignet. Es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2 align="left">Rechtliche Beschr&auml;nkungen der freien Domainwahl</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p><font size="3">F&uuml;r WP/StB spielt das <strong>Namensrecht </strong>in der Praxis keine gro&szlig;e Rolle, obwohl noch immer die meisten </font><font size="3">Berufsangeh&ouml;rigen die wenig<strong> werbewirksame</strong> Kombination aus <strong>Berufsbezeichnung</strong> und Nachnamen&nbsp;</font><font size="3">als Domain f&uuml;r ihre Webseiten verwenden. Ein solcher <strong>Domainname</strong> dient allenfalls als Platzhalter im&nbsp;</font><font size="3">Internet und ist f&uuml;r die Akquisition von neuen Mandanten kaum geeignet. Es ist unmittelbar&nbsp;</font><font size="3">einleuchtend, dass z.B. eine Domain wie <font color="#0000ff">steuerberater-m&uuml;ller.de</font>&nbsp;</font><font size="3">gem&auml;&szlig; &sect; 12 BGB nur von einem&nbsp;</font><font size="3">Berufsangeh&ouml;rigen mit dem entsprechenden Nachnamen genutzt&nbsp;</font><font size="3">werden kann. Aber wer k&auml;me schon&nbsp;</font><font size="3">auf die Idee, einen fremden Nachnamen f&uuml;r die eigene Kanzlei zu&nbsp;</font><font size="3">verwenden, wo doch schon der&nbsp;</font><font size="3">Nachname als Domain an sich wenig werbewirksam ist und nichts &uuml;ber&nbsp;</font><font size="3">die berufliche T&auml;tigkeit aussagt?&nbsp;</font><font size="3">Bei gleichem Nachnamen gilt wiederum das <strong>Priorit&auml;tsprinzip</strong>, d.h. wer&nbsp;</font><font size="3">den <strong>Domainnamen</strong> zuerst&nbsp;</font><font size="3">registriert, kann die gleichnamigen Mitbewerber von dessen Nutzung&nbsp;</font><font size="3">ausschlie&szlig;en.&nbsp;</font><font size="3">Bei <strong>Firmenbezeichnungen</strong> (etwa f&uuml;r StB- bzw. WP-Gesellschaften) ergibt sich schon handelsrechtlich</font><font size="3">eine Beschr&auml;nkung durch die Praxis der Handelsregister, so dass auch hier &Uuml;berschneidungen sehr&nbsp;</font><font size="3">selten sein d&uuml;rften. </font></p>
<p><font size="3">F&uuml;r Teile einer <strong>Firmenbezeichnung</strong> kann auch ein markenrechtlicher Schutz als&nbsp;</font><font size="3">Unternehmenskennzeichen bestehen (&sect; 5 Abs. 2 Markengesetz). Dies d&uuml;rfte vor allem f&uuml;r die&nbsp;</font><font size="3">Buchstabenkombinationen der &ldquo;Big-Four&rdquo;-Wirtschaftspr&uuml;fungsgesellschaften gelten.</font></p>
<p><font size="3"><font size="3"><font size="3"><strong>Markenrechtliche</strong> Aspekte </font></font><font size="3"><font size="3">spielen f&uuml;r die <strong>steuerberatenden Berufe</strong> eher eine untergeordnete Rolle, da eingetragene Marken bei den Steuerberatern naturgem&auml;&szlig; selten sind. Immerhin hat eine der Big-Four-Gesellschaften erfolgreich ein &Uuml;bertragungsverfahren bei der WIPO f&uuml;r die Domainnamen </font></font><font color="#0000ff" size="3"><font color="#0000ff" size="3"><font color="#0000ff" size="3">pwcespana.co</font></font></font><font size="3"><font size="3">m und </font></font><font color="#0000ff" size="3"><font color="#0000ff" size="3"><font color="#0000ff" size="3">pwcglobal.net </font></font></font><font size="3"><font size="3">angestrengt, um Trittbrettfahrer von der unerlaubten Nutzung Ihres (Marken-) Namens abzuhalten</font></font><font size="3"><font size="3">.</font></font></font></p>
<p><font size="3">Derzeit nicht empfehlenswert w&auml;re die z.B. auch die Nutzung einer Domain, wie z.B. SteuerberaterVZ (StB-VZ o.&auml;.), da die Inhaber der Domain &ldquo;StudiVZ&rdquo; gegen jegliche Nutzung des Zusatzes &ldquo;VZ&rdquo; -bisher erfolgreich &#8211; vorgehen</font>.&nbsp;<font size="3" face="Times New Roman"><font size="3" face="Times New Roman"><font face="Arial">Dem Verfasser entzieht sich allerdings die Logik, mit welcher eine <font size="3"><font size="3">Gesellschaft einen derart allgemeinen Begriff aus zwei Buchstaben <strong>markenrechtlich </strong>f&uuml;r sich beanspruchen kann. Doch ist das letzte Wort in dieser rechtlichen Auseinandersetzung noch nicht gesprochen.</font></font></font></font></font></p>
<p><font size="3" face="Times New Roman"><font size="3" face="Times New Roman"><font face="Arial"><font size="3"><font size="3">Wesentlich h&auml;ufiger wurde von den <strong>freien Berufen</strong> das <strong>Wettbewerbsrecht</strong> </font></font><font size="3"><font size="3">bem&uuml;ht, um gegen unliebsame Konkurrenz vorzugehen. Insbesondere die <strong>Rechtsanw&auml;lte</strong> &#8211; man k&ouml;nnte meinen von Berufs wegen &#8211; haben sich Jahre lang heftige Auseinandersetzungen um <strong>Domainnamen</strong> geliefert, die angeblich oder tats&auml;chlich zu <strong>Wettbewerbsbeschr&auml;nkungen</strong> f&uuml;hrten. Da die rechtliche Lage in diesen F&auml;llen weitgehend mit derjemigen der WP/StB vergleichbar ist, soll an dieser Stelle n&auml;her darauf eingegangen werden: W&auml;hrend das OLG Celle 2001 die Domain </font></font><font color="#0000ff" size="3"><font color="#0000ff" size="3"><font color="#0000ff" size="3">anwalt-hannover.de </font></font></font><font size="3"><font size="3">und das OLG M&uuml;nchen 2002 die Domain </font></font><font color="#0000ff" size="3"><font color="#0000ff" size="3"><font color="#0000ff" size="3">rechtsanwaelte-dachau.de </font></font></font><font size="3"><font size="3">noch f&uuml;r wettbewerbswidrig gem&auml;&szlig; &sect; 5 UWG hielten, bahnte sich mit dem Grundsatzurteil des <strong>BGH </strong>aus dem Jahre 2001 zu der Domain </font></font><font color="#0000ff" size="3"><font color="#0000ff" size="3"><font color="#0000ff" size="3">mitwohnzentrale.de </font></font></font><font size="3"><font size="3">, in welchem dieser keine <strong>wettbewerbswidrige </strong>Nutzung dieser Domain feststellte, eine Wende bei der Nutzung <strong>generischer Domains</strong> (Gattungsbegriffe) an. <font size="3" face="Times New Roman"><font size="3" face="Times New Roman"><font face="Arial">Das OLG Hamm selbst, das 2003 noch die <strong>Wettbewerbswidrigkeit</strong> der Domain </font></font></font></font></font><font color="#0000ff" size="3"><font color="#0000ff" size="3"><font color="#0000ff" size="3">tauchschule-dortmund.de </font></font></font><font size="3"><font size="3">festgestellt hatte, machte mit dem </font></font>Urteil vom 19.06.2008<font size="1"><font size="1"> </font></font>eine Kehrtwende, in dem es die Domain <font color="#0000ff"><font color="#0000ff">anwaltskanzei-ort.de </font></font>als durchaus zul&auml;ssig und nicht unlauter i.S. des &sect; 3 UWG befand. Eine <strong>wettbewerbswidrige</strong> Spitzenstellungwerbung an dem betreffenden Ort sei darin nicht zu erkennen.</font></font></font></p>
<p><font size="3" face="Times New Roman"><font size="3" face="Times New Roman"><font face="Arial">Im <strong>Standesrecht</strong>&nbsp;der <strong>Steuerberater</strong> und <strong>Wirtschaftspr&uuml;fer</strong> k&ouml;nnten sich aus dem &sect; 8 des Steuerberatungsgesetzes i.V. mit den Bestimmungen der Berufsordnung der Bundes-Steuerberaterkammer bzw. des &sect; 52 der Wirtschaftspr&uuml;ferordnung, welche zur sachlichen Werbung verpflichten, evtl. weitere Beschr&auml;nkungen bei der <strong>Domainwahl</strong> ergeben. Unlauter w&auml;re die Werbung mit einer Domain, die auf eine Alleinstellung des Berufsangeh&ouml;rigen hinweist, z.B. <font color="#0000ff"><font color="#0000ff">top-steuerberater.de </font></font>oder <font color="#0000ff"><font color="#0000ff">bester-steuerberater.de</font></font></font><font face="Times New Roman"><font face="Arial">. Spezielle</font> <font face="Arial">Aussagen zur Domainwahl macht das Berufsrecht aber nicht.</font></font></font></font></p>
<p align="left"><font size="3" face="Arial">Der Versuch der Rechtsanwaltskammer, Berufsangeh&ouml;rigen die Verwendung der Domain <font color="#0000ff">rechtsanwaelte-notar.de</font> wegen angeblichen Versto&szlig;es gegen das Berufsrechts zu versagen,scheiterte vor dem BGH (<font size="3" face="Times New Roman"><font size="3" face="Times New Roman"><font face="Arial">BGH-Urteil vom 25. November 2002</font>).</font></font></font></p>
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		<title>Domainwahl der steuerberatenden Berufe (1)</title>
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		<pubDate>Tue, 18 May 2010 09:17:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Reinhold Kuffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Steuerberater]]></category>
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		<description><![CDATA[Einf&#252;hrung  Nachdem die langj&#228;hrige Ungewissheit &#252;ber die Zul&#228;ssigkeit von Werbung der steuer- und wirtschaftsberatenden Berufe im Internet weitgehend beseitigt ist, gilt es mit offenen Augen und aus praktischer Sicht, die M&#246;glichkeiten des Internets auch f&#252;r diese Berufsgruppe ins Auge zu fassen. Ein wichtiges Marketinginstrument stellt dabei die Wahl des Domainnamens (auch als Internet-Adresse bezeichnet) dar. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Einf&#252;hrung</em></strong></p>
<p><strong><em> </em></strong>Nachdem die langj&#228;hrige Ungewissheit &#252;ber die Zul&#228;ssigkeit von Werbung der <strong>steuer- und wirtschaftsberatenden Berufe</strong> im Internet weitgehend beseitigt ist, gilt es mit offenen Augen und aus praktischer Sicht, die M&#246;glichkeiten des Internets auch f&#252;r diese Berufsgruppe ins Auge zu fassen.</p>
<p>Ein wichtiges <strong>Marketinginstrument</strong> stellt dabei die Wahl des Domainnamens (auch als Internet-Adresse bezeichnet) dar. W&#228;hrend bei den Rechtsanw&#228;lten bis in die j&#252;ngste Vergangenheit heftige gerichtliche Auseinandersetzungen um Domainnamen gef&#252;hrt wurden, blieb es bei den <strong>Steuerberatern</strong> und <strong>Wirtschaftspr&#252;fern</strong> weitgehend ruhig.</p>
<p>Die Wahl des <strong>Domainnamen</strong>s wird deshalb immer wichtiger f&#252;r die <strong>steuerberatenden Berufe</strong>, da inzwischen t&#228;glich Tausende von Anfragen dazu &#252;ber die Suchmaschinen im Internet gestellt bzw. durch <strong>Type-Ins</strong> (Direkteingabe des Domainnamens in den Browser) get&#228;tigt werden. Allein die Anfragen &#252;ber die Suchmaschine „Google&#8221; (Deutschland) betragen f&#252;r das <strong>Schl&#252;sselwort (Key)</strong> „Steuerberater“ bei weitgehender Einstellung monatlich durchschnittlich 1.000.000. Nach „Steuerberatung“ wird noch 135.000 Mal monatlich gesucht. Auch die Key-Kombinationen „Steuerberater + Ort“ weisen mit monatlichen <strong>Suchanfragen</strong> von 18.100 f&#252;r „Steuerberater + Hamburg“ bzw.  22.200 f&#252;r „Steuerberater + Berlin“ und „Steuerberater + M&#252;nchen“ 14.800 noch einen Umfang auf, der ein Massengesch&#228;ft erahnen l&#228;sst.</p>
<p>Bei der noch aussagekr&#228;ftigeren &#8220;exakten&#8221;  Einstellung ergeben sich f&#252;r [Steuerberater] 110.000, f&#252;r [Steuerberatung] immerhin noch 9.900 <strong>Suchanfragen</strong>. Bei gleicher Einstellung weist das Google-Keyword-Tool f&#252;r das Kombinations-Keyword [Steuerberater + Berlin] 5.400, f&#252;r [Steuerberater + Hamburg] und [Steuerberater + M&#252;nchen] monatlich jeweils 3.600 <strong>Suchanfragen</strong> auf.  </p>
<p>Durch die &#252;brigen Suchmaschinen und zus&#228;tzliche „Type-Ins“ erh&#246;ht sich das Nachfragepotential noch einmal nicht unwesentlich. Angesichts dieser Zahlen ist es einleuchtend, dass die Auswahl des <strong>Domainnamens</strong> stark an Bedeutung gewonnen hat. Die fr&#252;her im Berufsstand &#252;bliche „Mund-zu-Mund-Werbung“ ger&#228;t immer mehr ins Hintertreffen.</p>
<p>Obwohl bei der <strong>Domain-Wahl</strong> im Allgemeinen das <strong>Priorit&#228;tsprinzip</strong> (first come, first served) gilt, sind dabei die rechtlichen Beschr&#228;nkungen durch das <strong>Namens-, Marken- und Wettbewerbsrecht</strong> , die f&#252;r alle Wirtschaftssubjekte gleicherma&#223;en gelten, sowie die spezifischen standesrechtlichen Regelungen f&#252;r<strong> Wirtschaftspr&#252;fer</strong> und <strong>Steuerberate</strong>r unbedingt zu beachten, wenn man von unliebsamen &#220;berraschungen verschont bleiben will.</p>
<p>Auffallend bei den <strong>rechtlichen Rahmenbedingungen</strong> ist dabei ein sehr restriktive Tendenz der Rechtsprechung von den Anf&#228;ngen des Internets Ende der Neunziger Jahre bis zu den Anfangsjahren dieses Jahrtausends, obwohl sich die Gesetzeslage kaum ver&#228;ndert hat.</p>
<p>Insbesondere in Deutschland wurde der Schutzgedanke f&#252;r erworbene Rechtspositionen, sei es durch Namen, Marken oder Wettbewerbspositionen stark betont. Die oft ausufernde <strong>Abmahnpraxis</strong> und die regional recht unterschiedliche Rechtsprechung taten ein &#220;briges, um im Domainrecht eine st&#246;rende Unsicherheit zu schaffen. Zum einen wurde diese Unsicherheit in den letzten Jahren durch die Rechtsprechung abgebaut, zum anderen wurden durch die praktische Bed&#252;rfnisse bei der <strong>Domainwahl</strong> von den <strong>Berufsangeh&#246;rigen</strong> einfach tausendfach Fakten geschaffen, die mehr oder weniger unumst&#246;&#223;lich geworden sind.</p>
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